CEMS Knowledge Forum 2008
  

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 Presseinformation

 Europäische Management-Organisation CEMS organisiert "Knowledge Forum" in Wien:

"Attention Economy" – ein Trend erobert die Wirtschaft

Unternehmen müssen sich Aufmerksamkeit der Konsumenten hart erarbeiten

In unserer oft informationsüberfluteten Gesellschaft wird es immer schwieriger, die Aufmerksamkeit von Kunden zu gewinnen. Die aktive Aufmerksamkeit ("Attention") ist zu einem knappen Gut geworden, um die – insbesondere in der Wirtschaft – ein heftiger Wettbewerb tobt. Die Auswirkungen und Spielregeln dieser "Attention Economy" diskutieren hochkarätige Manager anlässlich des kommenden Knowledge Forums der internationalen Organisation CEMS (Community of European Management Schools and International Companies) von 24. bis 25. Oktober 2008 in Wien. Über 15 CEOs von international tätigen Top-Unternehmen haben als Vortragende und Diskussionsteilnehmer zugesagt und machen das 5. CEMS Knowledge Forum somit zu einer der wichtigsten Wirtschaftsveranstaltungen des Landes. Die Projektleitung hat einer der Initiatoren, Robert Hackl, CEO von Tele2 in Österreich und Vizepräsident der Europäischen Absolventenorganisation.

Mit dem Aufkommen von neuen Internettechnologien hat sich der Medienkonsum der gesamten Bevölkerung maßgeblich verändert. Konsumenten sind nicht mehr nur Empfänger, sondern auch Produzenten von Inhalten: die Nutzung von Blogs, Pod- und Videocasts nimmt rasant zu und neue Internetgeschäftsmodelle wie Facebook/studiVZ, Youtube oder Flickr ziehen immer mehr Internetuser in ihren Bann. Einseitige Information durch Unternehmen und öffentliche Stellen wird zunehmend durch „digitale“ Interaktion abgelöst. Das gilt mittlerweile nicht nur für digitale Medien, sondern auch für Printmedien, wie Zeitungen, Plakate etc.

"Klassische Werbekonzepte haben ausgedient. Die Ökonomie der Aufmerksamkeit, in der Zeit und Zuwendung des Benutzers zur wichtigsten Währung geworden sind, zwingt Unternehmen dazu, neue Wege zu gehen, um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu erreichen, am besten eine aktive Aufmerksamkeit, wo Nutzer sich selbst einbringen, eigene Communities schaffen und so aktiv mitgestalten. Unternehmen, die auf diesen Trend nicht eingehen, werden mittelfristig an Attraktivität verlieren", analysiert Robert Hackl, CEO von Tele2 in Österreich und einer der Initiatoren des hochkarätig besetzen CEMS Knowledge Forums in Wien.

Das Grundprinzip: Unternehmen bieten Services – Konsumenten wählen Services

Im Modell der neuen "Ökonomie der Aufmerksamkeit" entscheidet der Konsument selbst, welche Informationen bzw. Services er von einem Unternehmen beziehen möchte. Im Gegenzug dazu erhält das Unternehmen als Informationsanbieter eine höhere Aufmerksamkeit des Kunden. Wichtige Voraussetzung dafür ist jedoch das Vertrauen des Konsumenten in die Informationsquelle.

„Die „Attention Economy“ führt zu gänzlich neuen Spielregeln für die Kommunikation mit den Konsument/inn/en: Wenn diese zunehmend Informationen und Unterhaltung durch YouTube, Internet Blogs und hausgemachten Pod- und Videocasts, etc. beziehen, wird es für Unternehmen enorm schwer, ihre Message zu platzieren. Und wenn Unternehmen mit ihrer Nachricht trotzdem durchkommen, laufen sie zudem noch Gefahr, dass ihre Message von den Konsumenten verändert wird“, erklärt WU-Marketing-Professor Bodo Schlegelmilch, der selbst beim Knowledge Forum als Panel Speaker teilneh-men wird.

Robert Hackl: "Wie viele andere Unternehmen, hat auch Tele2 mit der Schaffung neuer Infor-mations- und Servicemöglichkeiten auf diesen neuen Trend reagiert, z.B. in Form eines Newsletters, eines Blogs, Podcasts usw. Die Kunden verwalten ihre persönlichen Daten selbst und können sich jeder-zeit wieder ausklinken. Damit hat der Konsument die Kontrolle über seine für ihn maßgeschneiderte Information und darüber, was damit geschieht."

Mehr als 15 CEOs beim CEMS Knowledge Forum zur "Attention Economy" in Wien

"Aufmerksamkeit" und die damit verbundenen Geschäftsmodelle ("Attention Economy") sind heuer das Hauptthema des jährlich stattfindenden Knowledge Forums von CEMS. An zwei Tagen, am 24. und 25. Oktober, können sich Unternehmer, Studenten und alle Interessierten ausführlich über Theorie und Pra-xis der "Attention Economy" informieren. Tele2-Chef Robert Hackl engagiert sich seit vielen Jahren für den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Top-Managern und Studierenden: "Diese Veranstaltung ist eine Plattform, auf der Wissenschaftler und international tätige Unternehmen mit Studenten und Studentinnen zusammentreffen, um aktuelle Trends und Innovationen zu diskutieren. Es ist uns dieses Mal gelungen, mehr als 15 Top-Manager für das Podium am 24. Oktober und als Vortragende für Workshops am 25. Oktober zu gewinnen." Es nehmen teil: Leo Steiner, Generaldirektor IBM Österreich; Rudolf Kemler, Generaldirektor von Hewlett Packard Österreich; Michael Brehm, Co-CEO von StudiVZ; Stefan Tweraser, Country Head von Google; Oliver Voigt, CEO der Verlagsgruppe News. Die Wissenschaft ist u. a. durch Prof. Bodo Schlegelmilch und Assistenzprofessoren von der Wirtschaftsuniversität Wien vertreten.

Der Eintritt ist kostenpflichtig (ab 30 Euro). Information/Anmeldung unter http://www.cems.at/knowledge

Das sagen die Speaker zur "Attention Economy":

Andreas Landgrebe, Managing Partner CEE Ray & Berndtson zu Attention Economy

"Die mediale Reizüberflutung und exzessive (Selbst-) Vermarktung läßt auf dem Jobmarkt sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite reichlich ratlos.  Authentische Botschaften, die ‚aufmerken lassen’ und über die gesprochen wird  sind damit wertvoller als klassische Homepages oder Hochglanzbroschü-ren. ‚Great companies to work for’ haben dies erkannt und haben so beim Kampf um die Besten die Nase vorn- sowohl bei den high potentials als beim nächsten CEO: Durch ‚attention of hearts and minds’!“

Ing. Rudolf Kemler, Generaldirektor Hewlett Packard Austria

„Ausschlaggebend im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit ist die Relevanz der Information für den Ein-zelnen. Personalisierung und intuitiver Zugang zu den relevanten Informationen werden zu Schlüsselfak-toren. Informationstechnologie erlaubt heute, Informationen nicht nur sehr stark zu personalisieren, son-dern diese auch abhängig von Zeit, Ort und Zugangsgerät des Benutzers zur Verfügung zu stellen.  IT leistet hier mit Forschung und Entwicklung im Bereich Cloud Computing einen wichtigen Beitrag: wir steuern auf eine Zukunft zu, in der immer mehr "Informationen  und Services aus der Wolke" über dynamische Services und intelligente Endgeräte so zur Verfügung stehen, wie sie individuell benötigt werden. Wir erleben damit einen Paradigmen-Wechsel: Informationen werden nicht mehr vom Benutzer gesucht, sondern für ihn.“

Leo Steiner, Generaldirektor IBM Österreich

„Attention Economy weist auf eine ironische Wendung der so genannten Internet-Gesellschaft. Noch nie war es so leicht sich darzustellen, ob es sich nun um Einzelpersonen oder Unternehmen handelt, ande-rerseits kommt Suchmaschinen immer größere Bedeutung zu, um etwas zu finden. In diesem Gap finden wir die Problematik, die das Thema beschreibt. Unternehmen müssen sich dem in zweifacher Weise stellen. Einerseits intern, das heißt Einbindung der Mitarbeiter und extern, um sich eine Stimme zu verschaffen. Beide Herausforderungen sind sich aber sehr ähnlich. Es geht darum im Rahmen von Communities zu denken und deren spezifische Kommunikationsformen zu berücksichtigen. IBM hat die-ser Tage einen weltweiten so genannten Innovation Jam durchgeführt in dem sich 80.000 IBM
MitarbeiterInnen mit Mitarbeitern von mehr als 1000 Unternehmen über die künftigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen austauschten. Die Unternehmen der Zukunft müssen zur
Enterprise 2.0 werden.“


CEMS: Erfahrung trifft auf Innovation

"The Community of European Management Schools and International Companies" (CEMS) ist eine
Kooperation von rund 50 multinationalen Unternehmen und führenden Wirtschaftshochschulen bzw. Uni-versitäten weltweit. Über das CEMS kann ein internationales Management-Programm absolviert werden, das mit einem Masterdiplom abschließt. Dieses Programm wurde gerade von der Financial Times an die 3. Stelle – in den letzten beiden Jahren sogar an 2. Stelle – im Europaranking der wichtigsten
Management-Ausbildungen gereiht. Das jährliche CEMS Knowledge Forum wurde vor sechs Jahren von österreichischen CEMS-Absolventen und -Studenten initiiert und ist mittlerweile der größte Management-Kongress auf der Wirtschaftsuniversität Wien.

Wir danken den Sponsoren: Bank Austria, Henkel, Kodak, Österreichische Nationalbank, Wolseley, Tele2